FAQ – Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt der Grunderwerb?

Der Grunderwerb für die Trassenflächen der B12 beginnt erst nach dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss. Der vorzeitige Grunderwerb für Tauschflächen ist allerdings bereits jetzt möglich.

Die Möglichkeit eines Erwerbs zu überhöhten Preisen besteht nicht. Aus Gründen der Gleichbehandlung werden immer die gleichen Wertermittlungsmaßstäbe angelegt, wie im restlichen Bauamtsgebiet.

Warum ist das Projekt in sechs Planungsabschnitte unterteilt?

Im Bundesverkehrswegeplan 2016 wurde der Ausbau der B12 zunächst noch in 2 Planungsabschnitten aufgenommen. Aufgrund der Größe des Projektes und um eine zielführende Planung zu gewährleisten, wurde das Projekt zur weiteren Planung in 6 Planungsabschnitte unterteilt.

Warum ist das Projekt so wichtig?

Die B12 besitzt eine für den Fernverkehr wichtige autobahnverbindende Funktion (kürzeste Verbindung zwischen der A7 bei Kempten und der A96 bei Buchloe). Außerdem hat sie für das Allgäu eine hohe gebietsstrukturelle Bedeutung. Die Verkehrsbelastung ist für den momentanen Ausbauzustand der Straße deutlich zu hoch. Dadurch ist die Verkehrssicherheit massiv beeinträchtigt. Auf der gesamten Strecke kommt es zu überdurchschnittlich vielen Unfällen mit Toten und Schwerverletzten. Die zu erwartenden Verkehrszunahmen werden diese Problematik weiter verschärfen. Nur durch einen vierstreifigen Ausbau kann die Verkehrssicherheit erheblich verbessert und die Reisegeschwindigkeit deutlich erhöht werden.

Warum plant das Staatliche Bauamt Kempten?

Grundlage für die Aufnahme der Planung ist die Feststellung des Bedarfs. Der Bedarf für den Ausbau der B12 wurde im Rahmen des Bundesverkehrswegeplans durch den Deutschen Bundestag beschlossen. Dem Projekt wurde hierbei die höchste Dringlichkeit (= vordringlicher Bedarf) zugeordnet. Damit erhielt das Staatliche Bauamt Kempten vom Bund den Auftrag zur Planung des Großprojektes. Die in den Bedarfsplan aufgenommenen Straßenbauvorhaben entsprechen den Zielsetzungen des § 1 Abs. 1 Bundesfernstraßengesetz (FStrG).

Wer finanziert das Projekt?

Die B12 ist eine Bundesfernstraße, der Bau wird daher aus den Mitteln des Bundeshaushalts finanziert.

Ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den Allgäuschnellweg vorgesehen?

Die Planung des Ausbaus erfolgt nach den Vorgaben der RAA (Richtlinien für die Anlage von Autobahnen). Diese sehen in der Regel für die Entwurfsklasse der B12 keine Beschränkung der Höchstgeschwindigkeit vor. Es gilt dann die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h.